Geschichte

Von der Schule im Grünen zur modernen Inklusionsschule

1906

Die Pestalozzischule – liebevoll „Pesta“ genannt – wird eröffnet. Sie liegt damals noch mitten in Feldern zwischen Ronhof, Poppenreuth und Fürth.
Der Neubau reagiert auf das starke Bevölkerungswachstum und soll zugleich die Eingemeindung der umliegenden Landgemeinden erleichtern.

Stadtbaurat Otto Holzer entwirft ein Musterschulhaus im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen.
Der geplante Bau für 32 Klassen wird nur teilweise umgesetzt – der heutige Altbau entsteht.
Zwischen Ludwigskanal und Pegnitzwiesen gelegen, bleibt die Schule lange als „Schule auf dem Feld“ bekannt.

Während des Zweiten Weltkriegs dient die Pesta als Lazarett und später als Unterkunft für Soldaten und US-Truppen.
Nach Kriegsende richten Lehrkräfte das verwahrloste Gebäude eigenständig wieder her – ein Symbol für Aufbruch und Zusammenhalt.

Ein moderner Erweiterungsbau bringt erstmals Entlastung: helle Räume, Radioanschluss, Bibliothek.
Doch das rasante Stadtwachstum sorgt bald erneut für Platzmangel.

Mehrere Klassen müssen in andere Schulen ausgelagert werden – zeitweise sogar bis nach Atzenhof.
Der Wunsch nach einem weiteren Neubau wächst.

Nach jahrelangem Engagement der Schulleitung, des Elternbeirats und des Fördervereins wird der zweite Erweiterungsbau eingeweiht.
Neue Fachräume, Verwaltungsbereiche und ein neu gestalteter Pausenhof entstehen.

Mit dem Wandel zur Ganztagsschule entstehen Küchen, Gruppenräume und Lernwerkstätten.
Durch die Zusammenarbeit mit der Hallemannschule wird die Pesta zu einer der ersten Inklusionsschulen Bayerns.

Die Pestalozzischule blickt auf über 100 Jahre Lernen, Wachsen und Wandel zurück.
Vom Musterschulhaus des frühen 20. Jahrhunderts zur modernen Ganztags- und Inklusionsschule hat sie sich stetig weiterentwickelt – gemeinsam mit der Stadt Fürth und ihren Menschen.