Von der Schule im Grünen zur modernen Inklusionsschule
1906
Die Pestalozzischule – liebevoll „Pesta“ genannt – wird eröffnet. Sie liegt damals noch mitten in Feldern zwischen Ronhof, Poppenreuth und Fürth.
Der Neubau reagiert auf das starke Bevölkerungswachstum und soll zugleich die Eingemeindung der umliegenden Landgemeinden erleichtern.
1906 – 1910
Stadtbaurat Otto Holzer entwirft ein Musterschulhaus im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen.
Der geplante Bau für 32 Klassen wird nur teilweise umgesetzt – der heutige Altbau entsteht.
Zwischen Ludwigskanal und Pegnitzwiesen gelegen, bleibt die Schule lange als „Schule auf dem Feld“ bekannt.
1939 – 1945
Während des Zweiten Weltkriegs dient die Pesta als Lazarett und später als Unterkunft für Soldaten und US-Truppen.
Nach Kriegsende richten Lehrkräfte das verwahrloste Gebäude eigenständig wieder her – ein Symbol für Aufbruch und Zusammenhalt.
1960er
Ein moderner Erweiterungsbau bringt erstmals Entlastung: helle Räume, Radioanschluss, Bibliothek.
Doch das rasante Stadtwachstum sorgt bald erneut für Platzmangel.
1970 – 1980
Mehrere Klassen müssen in andere Schulen ausgelagert werden – zeitweise sogar bis nach Atzenhof.
Der Wunsch nach einem weiteren Neubau wächst.
1996
Nach jahrelangem Engagement der Schulleitung, des Elternbeirats und des Fördervereins wird der zweite Erweiterungsbau eingeweiht.
Neue Fachräume, Verwaltungsbereiche und ein neu gestalteter Pausenhof entstehen.
2000er
Mit dem Wandel zur Ganztagsschule entstehen Küchen, Gruppenräume und Lernwerkstätten.
Durch die Zusammenarbeit mit der Hallemannschule wird die Pesta zu einer der ersten Inklusionsschulen Bayerns.
Heute
Die Pestalozzischule blickt auf über 100 Jahre Lernen, Wachsen und Wandel zurück.
Vom Musterschulhaus des frühen 20. Jahrhunderts zur modernen Ganztags- und Inklusionsschule hat sie sich stetig weiterentwickelt – gemeinsam mit der Stadt Fürth und ihren Menschen.

